Matratzen-Guide – Welche Matratze passt zu mir?

Wie auf Wolken liegen
Inhaltsverzeichnis

Auf der Suche nach einer neuen Matratze, wirst du von der Masse an Informationen nahezu erschlagen. Denn es gibt einige Dinge zu berücksichtigen: dazu gehört unter anderem das Material, wie beispielsweise Visco, Gel- oder Kaltschaum, der Härtegrad der Matratze, der Körperbau, die bevorzugte Schlafposition und vieles mehr. Sich über diese Punkte zu informieren ist sinnvoll, um eine gute Wahl zu treffen.

Damit das umfangreiche Thema Matratzenkauf niemandem den Schlaf raubt, ist nachfolgend alles Wichtige in Kürze zusammengefasst.

Hinweis: In den blauen Boxen findest du die Zusammenfassung des jeweiligen Abschnittes und Tipps.

Beliebte Matratzen

Die folgende Auswahl wurde auf der Grundlage von Erfahrungsberichten und weiterer Recherche zusammengestellt. Bei der Emma One möchten wir die kundenfreundlichen Konditionen, wie einen langen Probezeitraum und Garantiezeit betonen. Somit kannst du die Matratze ausgiebig bei dir zu Hause testen. Da wir alle unterschiedliche Bedürfnisse haben ist…
… Probeschlafen: das A und O für einen langfristige Matratzenwahl!

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Matratzengröße – Du, dein Körper, die Liebe & Partnerschaft

Eine Matratze, die zum Körper passt

Formel für die richtige Länge: Deine Körpergröße + 20-30 cm

Die passende Breite: Für Einzelmatratzen bieten sich 90 cm an, für Paare sind 160/180 cm die komfortable Wahl.

Die passende Länge der Matratze lässt sich schnell ermitteln. Die Körpergröße plus 20-30 cm ist eine grobe Richtlinie. Standardlänge ist in der Regel 200 cm. Auch 190 cm ist häufig gewählt – meist wegen Platzmangel im Schlafzimmer. Personen mit einer Körpergröße von über 1,80 m sind mit einer Länge von 210 bis 220 cm besser beraten.

Gängige Breiten für Einzelpersonen sind 90, 100 und 140 cm, also je nachdem wie komfortabel es sein darf und wie viel Platz vorhanden ist. Wer nur sehr wenig Platz zur Verfügung hat, kann jedoch schon auf eine Breite von 80 oder sogar 70 cm zurückgreifen.

Eine Matratze, die zum Leben passt

Tipp: Zwei Einzelmatratzen können bei Paaren mit stark unterschiedlicher Statur, oder Schlafposition-Präferenzen, sinnvoll sein, damit jeder Körper optimal gestützt wird.

Für Paare gibt es ein paar weitere Dinge zu beachten. Denn hier stellt sich die Frage, ob eine Matratze für zwei oder zwei getrennte Matratzen gewünscht sind. Denn wer sein Glück neben sich bettet, der möchte kein Schlafräuber sein.

Ist ein Liebespaar in Größe, Gewicht und Schlafposition ähnlich, kann eine große Matratze für beide eine gute Wahl sein. Zu beachten ist dabei allerdings die Bewegungsübertragung. Denn während der eine unruhig schläft und häufig die Schlafposition wechselt, kann der andere das durch die durchgängige Matratze zu spüren bekommen. Welche Matratze sich besser oder weniger gut eignet, steht weiter unten bei den Matratzenarten beschrieben. Wer sich für eine einzelne Matratze entscheidet, muss auch nur eine anstatt zwei neu beziehen, diese ist dann allerdings schwerer zu heben.

Ist ein Pärchen unterschiedlicher Statur und bevorzugt jeweils andere Schlafpositionen, dann sind zwei Matratzen die bessere Wahl. Hierbei kann jeder die optimale Matratze für die eigenen Bedürfnisse aussuchen. Nur die Höhe beider Matratzen sollte gleich sein. Wer zum Kuscheln beim „Herüberrollen“ nicht in der Spalte beider Matratzen stecken bleiben möchte, kann das mit Topper, Matratzenauflage, Liebesbrücke und Co. verhindern.

Traumnacht Matratzenschoner

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Der richtige Härtegrad

Gewicht und Körperstatur

Hinweis: Die Härtegrad-Angaben sind nicht offiziell genormt und können sich somit von Matratze zu Matratze unterscheiden. Unsere Angaben sind somit erfahrungsbedingte Schätzwerte.

Gewicht und Statur

H1: Für leichte Personen bis ca. 60 kg
H2: Für Personen bis ca. 80 kg  
H3
: Für Personen bis ca. 100 kg
H4 & mehr: ab 100 kg

Vorweg gilt zu wissen, dass Härtegrade nicht genormt sind. Jeder Hersteller vergibt eigene Härtegrade für seine Matratzen. Der Härtegrad von einer Matratze ist also nicht übertragbar auf Matratzen von anderen Herstellern. Sie sind somit kaum vergleichbar. Grundsätzlich steht H1 für weiche Matratzen, welche sich für leichte Personen eignen. H2 bis H3 bezeichnen Mittelfestigkeit und H4 bis H6 sind feste Matratzen, geeignet für schwerere Personen.

Der Härtegrad bedeutet nicht gleich ein festeres Liegegefühl. Der Härtegrad bezeichnet die stützende Schicht, also den Kern der Matratze, der für Stabilität und Belastbarkeit bis zu einem bestimmten Gewicht steht. Ob die Matratze zum Beispiel bis 100 oder 150 kg belastbar ist, wird individuell vom Hersteller angegeben. Diese Matratze kann mit einer zusätzlichen Schicht eines Materials wie Visco Schaum oder Gelschaum versehen werden und sich somit dennoch weich und druckentlastend anfühlen.

Die maximale Belastbarkeit einzuhalten ist wichtig, da die Matratze sonst nicht lange hält und zum Beispiel „durchhängt“ und sich bleibende Abdrücke oder sogar Kuhlen bilden. Dies könnte Beschwerden verstärken oder hervorrufen. Eine Faustregel ist: je schwerer die Person desto härter sollte die Matratze sein. Eine zu harte Matratze könnte allerdings zu Druckstellen führen, wenn die betreffende Person nicht ausreichend einsinken kann.

Manche besonderen Matratzen sind so ausgeklügelt, dass verschiedene Materialien in Kombination einen Härtegrad „umgehen“ und laut Hersteller für leichte bis schwere Personen gleichermaßen geeignet sind.

Schlafposition

Schlafposition: Wenn du Seitenschläfer bist, dann ist eine weichere Option besser für dich, da deine Schulter einsinken muss. Rücken- und Bauchschläfer benötigen härtere Varianten.

Die Position in der du morgens aufwachst ist in der Regel ein gutes Indiz für deine bevorzugte Schlafposition. Wer sich zum Schlafen auf den Rücken legt und morgens stets auf der Seite aufwacht, ist zum Beispiel meist Seitenschläfer. Da wir jedoch nachts mehrmals die Schlafposition ändern, sollte eine Matratze bestenfalls in allen Positionen angenehm sein.

Bauchschläfer

Dies ist eine ungesunde Haltung für Wirbelsäule, Muskeln und Organe. Sogar die Atmung kann dadurch eingeschränkt sein. Für Bauchschläfer eignet sich eine härtere Matratze, um das Einsinken zu verhindern. Bei dem Kauf einer neuen Matratze lohnt sich der Versuch, sich die Rückenlage anzugewöhnen.

Rückenschläfer

Hierbei handelt es sich um eine gute Schlafposition, bei der die Wirbelsäule entlastet wird. Hier ist eine härtere Matratze empfehlenswert. Das Gesäß sollte ein wenig einsinken können und das Kissen sollte nicht zu hoch sein.

Seitenschläfer

Personen, die gerne auf der Seite schlafen, sollten vor allem im Bereich der Schulter und des Beckens gut einsinken. Optimal ist es, wenn die Wirbelsäule horizontal eine gerade Linie bildet. Dazu ist die Matratze entweder in spezielle Zonen eingeteilt oder ermöglicht das Einsinken durch weicheres Material.

Matratzenarten: besondere Eigenschaften, Allergiker-Eignung und Wissenswertes

Federkern: normalerweise festeres, kühleres Liegegefühl. Normalerweise höhere Bewegungsübertragung und somit weniger als Doppelmatratze zu empfehlen. Nicht für Allergiker geeignet.

Schaummatratzen: Bieten verschiedenste Liegegefühle. Visco und Gel Schaum liefern ein besonders weiches Liegegefühl. Visco wirkt eher wärmend und Gel kühlend. Schaummatratzen sind bei Milben unbeliebt und sind somit besser für Allergiker geeignet.

Tipp: Das angegebene Raumgewicht (RG) bezeichnet die Masse an Material pro Kubikmeter. Je höher das Raumgewicht, desto schwerer ist die Matratze, aber desto langlebiger ist sie normalerweise auch.

Auf was müssen Allergiker achten?

Bevor wir die verschiedenen Matratzenarten genauer unter die Lupe nehmen möchten wir grundsätzlich den wichtigen Punkt der Allergiker-Freundlichkeit betrachten. Milben sind keine Freunde von „dichten“ Materialien. Deshalb bevorzugen sie Federkernmatratzen über Schaummatratzen. Falls du also Allergiker bist sind Schaummatratzen die bessere Wahl für dich. 

Achte außerdem auf die Waschbarkeit des Bezugs – ab 60 % werden diese zuverlässig durch die Hitze abgetötet.

Federkern

Bei klassischen Federkernmatratzen sind die Federn miteinander verbunden und die Bewegung kann sich eher auf die Matratze übertragen. Diese eignen sich dadurch weniger als Einzelmatratze für Paare. Beim Taschenfederkern sind die Federn nicht miteinander verbunden und reagieren getrennt voneinander und punktgenauer auf Druck.

Ein Federkern ist normalerweise fester und weniger für Seitenschläfer geeignet. Diese Matratzen halten weniger Wärme zurück und wirken leicht kühlend. Sie sind etwas robuster als Kaltschaummatratzen und bieten etwa 8 Jahre gute Dienste.

Kaltschaum

Mehrere Zonen entstehen hierbei durch Einschnitte im Material. Hauptsächlich im Schulter und Beckenbereich ist somit das Einsinken in Seitenlage begünstigt. Das Material ist für Allergiker geeignet, da es für Milben und Bakterien keine gute Grundlage bietet. Eine Matratze aus einem „Block“ Kaltschaum ist die einfachste, leichteste und oft auch preiswerteste Matratzenart. Diese überträgt jedoch leichter Bewegungen. Somit ist eine Matratze für zwei Personen durchaus möglich, allerdings ist eine unruhige Nacht möglicherweise spürbar. Kaltschaum ist etwas fester, leicht wärmend, wobei auch der Bezug und das Bettlaken eine ergänzende Rolle spielen. Aufgrund der Einfachheit des Materials und dem oft niedrigen Raumgewicht ist im Vergleich die geringste Haltbarkeit von ca. 7 Jahren zu erwarten. Um die Lebensdauer der Matratze zu erhöhen, können Kaltschaummatratzen beim Wechsel des Bettlakens gewendet werden. So werden über Jahre hinweg beide Seiten gleichmäßig beansprucht.

Visco Schaum

Der sogenannte Memory Schaum reagiert auf Druck und Wärme. Visco speichert die Körperwärme, sodass sich das Material warm anfühlt. Bewegung überträgt die Matratze weniger und geringes Nachschwingen ist kaum spürbar. Der Druck vom eigenen Körpergewicht wird gleichmäßig verteilt und unangenehme Druckstellen werden so vermieden. Mit rund 10 Jahren ist eine gute Haltbarkeit gegeben. Wie bei den anderen Schaummatratzen eignet sich auch Visco für Allergiker.

Gelschaum

Gelschaum speichert weniger Wärme als Visco, ist nicht temperaturabhängig und reagiert auf Druck. Bewegungsübertragung auf die gesamte Matratze findet kaum statt. Das Liegegefühl ist weich, eher kühlend und der Druck wird gleichmäßig auf den ganzen Körper verteilt. Gelschaum ist leichter als Visco und ebenfalls rund 10 Jahre beständig. Milben fühlen sich auch in Gelschaum nicht wohl, was dieses Material zu eine passenden Wahl für Allergiker macht.

Latex

Latex wirkt kühlend, ist punktelastisch und überträgt wenig Bewegungen über das Material. Es liegt sich leicht und weich. Dennoch ist eine gute Stützfunktion gegeben, die Matratze ist anpassungsfähig, formstabil und auch allergikergeeignet. Im Vergleich zu anderen Matratzen ist sie mit 12 Jahren auffallend langlebig.

Hybrid

Basis ist hier meist ein Taschenfederkern, der die tragende Stütze bildet. Ergänzt wird um ein weiteres Material wie Visco oder Gelschaum, welches druckentlastend wirkt und den Liegekomfort erhöht. Regulär schmiegt sich das Material an den Körper, sodass der Druck auf die gesamte Körperlänge verteilt wird. Durch die Kombination verschiedener Materialien wird der Kern weniger beansprucht und die Matratze hält rund 10 Jahre. Weiterhin gibt es auch Matratzen, die aus mehrschichtigen Schaumkombinationen aufgebaut sind und ohne Federkern auskommen.

Die passende Gästematratze

Damit sich deine Übernachtungsgäste wohl fühlen und nicht auf der Couch schlafen müssen, ist eine Matratze für Gäste eine klasse Sache. Diese sollte bestenfalls drei Kriterien erfüllen:

  1. praktisch – leicht auf-und abbaubar und gut zu verstauen
  2. günstig – da sie nicht so oft benutzt wird, ist ein günstiger Preis ein Pluspunkt
  3. komfortabel – zumindest für die kurze Aufenthaltsdauer
 
Um dir bei der Suche nach passenden Modellen weiterzuhelfen, haben wir einen Beitrag zum Thema Gästebett erstellt.

Ab wann die Matratze wechseln?

Warnsignale: Morgendliche Verspannungen, Schmerzen oder Druckstellen können auf eine durchgelegene Matratze hinweisen.

Treten beim Hinlegen Schmerzen im Rücken auf, die nach kurzer Zeit wieder verschwinden, handelt es sich um „Entlastungsschmerzen“. Diese beziehen sich eher auf die körperliche Verfassung anstatt auf die Matratze. Bleiben aber Rückenschmerzen erhalten oder treten morgens Verspannungen auf, sind das Anzeichen, dass die Matratze nicht mehr ausreichend stützt. Ebenfalls ein deutliches Anzeichen ist häufiges Aufwachen und Wechseln in eine bequemere Schlafposition. Ein weiteres mögliches Anzeichen ist das Schlafen auf dem Bauch. Denn viele Bauchschläfer sind nur deshalb Bauchschläfer, weil der Körper im Schlaf keine andere komfortable Schlafposition findet.

Wenn die Matratze irgendwo „drückt“ oder an bestimmten Körperstellen auffällig spürbar ist, sind gegebenenfalls schon Schäden am Material vorhanden. Sichtbare Dellen, bleibende Abdrücke wie auch eine Schlafkuhle sind eindeutige Merkmale für eine ungeeignete Matratze. Nach etwa 8 bis 10 Jahren lohnt sich ein genauer Blick auf die Schlafgrundlage.

Matratze richtig entsorgen

Wenn die alte Matratze ausgedient hat, gibt es mehrere Möglichkeiten für die richtige Entsorgung. Oder muss sie überhaupt entsorgt werden? Unter Umständen fällt dir eine andere Verwendungsmöglichkeit ein und du kannst sie als sporadisches Gästebett nutzen. Oder eine soziale Organisation in der Nähe würde sie abholen, um sie an hilfsbedürftige Mitmenschen weiterzugeben. Damit du einen Überblick über alle Punkte bekommst, kannst du auf unserem praktischen Beitrag zum Thema Matratze entsorgen vorbeischauen.

Online oder im Geschäft kaufen?

Geschäft um die Ecke

Im Geschäft kannst du direkt mehrere Modelle probeliegen und dich vor Ort individuell beraten lassen. Das hat den Vorteil, dass du zumindest einen guten ersten Eindruck erhälst. Natürlich muss die Matratze dann dennoch den Check in der eigenen Wohnung bestehen, da dich eine gute Matratze langfristig optimal betten muss. Wenn etwas mit der Matratze nicht stimmen sollte, kannst du sie in das Geschäft zurückbringen, was von vielen ebenso als Pluspunkt gewertet wird.

Online Handel

Damit du hier ebenso nicht die Katze im Sack kaufst, solltest du beim Kauf auf eine ausreichende Garantiezeit und einen Probezeitraum achten. Normalerweise bieten die Hersteller bis zu 100 Nächte Probeliegen und eine Garantie von bis zu 10 Jahren an, damit du ausreichend Sicherheiten hast. Außerdem profitierst du durch den Online-Kauf meist von attraktiveren Preisen und einem Abholdienst. Wenn du geduldig bist, kannst du auch auf Sonderaktionen warten. Hierbei bieten die Hersteller einen Coupon an, der weiteren Nachlass auf den Originalpreis gewährt.

Was dir letztendlich mehr zusagt, musst du selbst wissen. Wir wünschen dir auf jeden Fall viel Spaß und viel Erfolg beim Matratzenkauf.

Tipps zum Schluss

Grundsätzlich besteht ein geeignetes Schlafsystem aus Bettgestell, Matratze und Kissen, die im Zusammenspiel den Körper individuell stützen. Je höher das Bettgestell plus Matratze, desto leichter ist es, morgens aufzustehen. Die Höhe der Matratze ist außerdem meist ein gutes Zeichen für Qualität und Komfort. Das zur Matratze und Schlafposition passende Kopfkissen ist die Stütze der Halswirbelsäule und verhindert Verspannungen im Nacken.

Wenn du dich einmal mit allen wichtigen Punkten auseinandersetzt kann eine fundierte Entscheidung getroffen werden. Und das lohnt sich, denn mit einer passenden Matratze schläfst du die nächsten Jahre deutlich entspannter.

Letzte Aktualisierung der Affiliate-Links am 7.09.2021 um 07:54 Uhr (Bilder- und Produktdaten-Quelle: Amazon Product Advertising API)

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