Lattenrost-Guide - Welcher Lattenrost macht Sinn?

Matratze + Lattenrost = LIegekomfort

Der Mensch ist schon immer erfinderisch und Schlaf ist ein beliebtes, wichtiges Thema. Deshalb bestehen unsere Betten heutzutage aus verschiedenen aufeinander abgestimmten Komponenten. Die Nachtruhe soll schließlich komfortabel sein. Welche Rolle spielt der Lattenrost im Bett-Ensemble?

Die Lattenrost-Lüge: Kann die Matratze einfach auf den Boden gelegt werden?

Es scheiden sich die Geister bezüglich der Wichtigkeit des Lattenrostes. Wir haben folgende Meinung dazu: Wenn die Matratze schon optimal angepasst ist und deinen Körper perfekt stützt, dann kann ein Lattenrost tatsächlich nur nebensächlich für deinen Liegekomfort sein.

Dennoch sind folgende Punkte nicht außer Acht zu lassen:

  • Feuchtigkeitsregulierung (Schimmelgefahr): Es lässt sich nicht bestreiten, dass ein Lattenrost wichtig für die Belüftung der Matratze ist. Durch ihn kann sie besser Feuchtigkeit an die Raumluft abgeben, was sich positiv auf die Nutzungsdauer deiner Matratze auswirken kann. Auf einer schimmligen Matratze möchte nämlich niemand schlafen. Wenn du deine Matratze dennoch auf den Boden legen solltest, dann empfehlen wir dir diese regelmäßig aufzustellen und auch zu wenden, damit du sie ausreichend auslüftest.
  • Staubbelastung: Außerdem ist eine auf dem Boden liegende Matratze näher am staubigen Boden und somit stärker belastet. Für Allergiker ist dies also keine wirkliche Option.
  • Ergonomische Nachteile: Auch der Komfort beim Ein- und Ausstieg ins Bett ist logischerweise nicht gegeben, wenn deine Matratze ohne Gestell und Lattenrost auf den Boden gelegt wird. Beim regelmäßigen Wenden und Beziehen wirst du ebenso dankbar sein, wenn die Matratze höher gelagert und somit besser erreichbar ist.

Laut Stiftung Warentest waren die Ergebnisse (2015) von Lattenrosten außerdem nicht so rosig und ein selbst gebauter, starrer Holzrahmen hatte den Testpersonen ein gleich gutes oder sogar besseres Ergebnis beschert. Da wir alle unterschiedlich sind, ist es fragwürdig, ob das Ergebnis generalisiert werden kann und ein fester Lattenrost für alle Körper- und Schlaftypen gleichermaßen geeignet ist. Die Studie ist jedoch gut, um uns zu sensibilisieren. Es ist also nicht ratsam beim Kauf einfach zu den teuersten Modellen zu greifen, da einfachere Varianten den Zweck in verschiedenen Fällen ebenso erfüllen können. Mehr dazu findest du in den folgenden Abschnitten.

Lattenrost richtig einstellen - Die Mission „Liegekomfort“

Wie im Artikel zum Thema Matratzen behandelt, ist es nicht leicht die perfekte Schlafunterlage zu finden. Es gibt schließlich unendlich viele Körperformen, die allesamt gut gebettet werden möchten. Oder du hast schon eine neue Matratze und es stellt sich später heraus, dass Problemstellen vorhanden sind.

In diesen Fällen kann der Lattenrost über die richtige Einstellung etwas weiterhelfen. Um eine gesunde Haltung zu erlangen, muss die Wirbelsäule begradigt werden. Falls deine Matratze zum Beispiel zu wenig an den Schultern oder der Hüfte einsinkt, kannst du an diesen Stellen den Lattenrost etwas weicher einstellen.

Die Härteanpassung wird über Schieberegler vorgenommen. Hierbei gibt es zwei Varianten.

  • Die Latten liegen direkt aufeinander (am weitesten verbreitet): Wenn du die Schieber außen platzierst geben die Latten weniger nach, was zu einer festeren Einstellung führt. Wenn du sie aufeinander zu, also nach innen bewegst, dann federn sie mehr, was ein weicheres Liegegefühl schafft.
  • Die Latten sind voneinander getrennt: Hier verhält es sich umgekehrt. Wenn die Regler außen platziert werden, geben die Latten mehr nach. Falls die Schieber innen platziert werden, wird das Konstrukt fester.

Anhand der ersten Variante möchten wir dir Tipps für die richtige Einstellung liefern.

Die richtige Einstellung je nach Schlafposition

Wir möchten an dieser Stelle betonen, dass du die Matratze und den Lattenrost kombiniert unter die Lupe nehmen musst. Falls deine Matratze schon für einen geraden Rücken sorgt, musst du natürlich eine neutrale Einstellung am Lattenrost vornehmen.

  • Rückenschläfer: Hier solltest du mit dem Becken einsinken können, damit deine Wirbelsäule gerade ist und kein Hohlkreuz gebildet wird. Deshalb stellst du den Lattenrost in dieser Zone weicher ein. In Richtung Schulter sollte die Festigkeit ansteigen, damit du hier nicht zu sehr einsinkst.
  • Seitenschläfer: In diesem Fall ist es wichtig, dass der Schulter, als auch der Beckenbereich gut einsinken kann. Deshalb werden nicht nur die Schieber im Beckenbereich sondern auch auf Höhe der Schultern näher zusammen geschoben, um ein weicheres Liegen zu ermöglichen.
  • Bauchschläfer: Bei dieser Schlafposition sollte die Unterlage fest sein, damit ein Einsinken vermieden wird. Somit ist die Wirbelsäule gerade und kein Körperbereich hängt durch. Damit du ein festes Liegegefühl hast, sollten die Schieberegler also nach außen verschoben werden.

Die Möglichkeit die Einstellung zu Verändern birgt natürlich auch Risiken. Mit einer falschen Einstellung kannst du deinen Liegekomfort verschlechtern. Nimm dir also ausreichend Zeit eine passende Konfiguration herauszufinden. Das geht am besten zu zweit, da die zweite Person sehen kann, ob der Rücken gerade ist oder nicht. Wie im ersten Abschnitt schon beschrieben, muss ein Lattenrost manchmal nicht weiter federn. In manchen Fällen kann ein schlichter, fester und nicht verstellbarer Lattenrost ebenso eine gute Wahl sein. 

Welche Lattenrost-Arten gibt es?

Starrer vs. verstellbarer Lattenrost

Anmerkung: Verstellbar bezieht sich in diesem Fall auf das Kopf- und Fußteil des Lattenrosts und ob dieses angehoben werden kann oder nicht. Das heißt der Härtegrad der Latten selbst ist bei den meisten Modellen standardmäßig verstellbar.

Wenn du also darauf Wert legst den Oberkörper oder die Beine hochlagern zu können, dann musst du zu einem verstellbaren Lattenrost greifen. Dieser macht außerdem nur in Kombination mit einer Matratze aus Schaum Sinn, da mechanische Federkernmatratzen nicht „gebogen“ werden sollten. Im Normalfall reicht ein starrer Lattenrost vollkommen aus.

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Elektrischer Lattenrost

Wenn die variable Einstellung des Kopf- und Beinbereichs besonders wichtig ist, dann kannst du zu einem elektrischen Modell greifen. Somit kannst du komfortabel die Position wechseln, ohne jedes mal die Matratze abzunehmen und manuell Einstellungen vornehmen zu müssen.

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Tellerlattenrost

Diese Variante besitzt tellerförmige Module, die unabhängig voneinander beweglich sind. Somit passt sich der Lattenrost noch punktgenauer an deine Liegeposition an. Das macht den Tellerlattenrost besonders für Schaummatratzen interessant. Falls du also Besitzer einer Kaltschaum-, Visco- oder Gelschaummatratze bist, dann kannst du diesen Rost in Betracht ziehen. Für Federkernmatratzen raten wir eher von diesen Modellen ab, da eine feste Unterlage eine sinnvollere Kombination mit den mechanischen Federn der Matratze ist.

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Rollrost

Der Rollrost besitzt keinen eigenen Rahmen, sondern besteht aus massiven Holzlatten, die über eine Art Gurt verbunden werden. Das Gerippe kann also einfach im Bettrahmen ausgerollt werden. Wenn er nicht mehr in Verwendung ist, kannst du ihn einfach zusammenrollen und platzsparend verstauen. Neben der „Mobilität“ des Rollrosts, ist auch der normalerweise attraktivere Preis erwähnenswert. Dies liegt einfach an den geringeren Materialkosten und Funktionen. Der Rollrost ist also eine super Option, falls ein starrer, fester Lattenrost gebraucht wird. Für Bauchschläfer ist er beispielsweise interessant, oder falls deine Matratze ohnehin schon optimal auf dich abgestimmt ist.

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Bettgestell und Lattenrost - Wie Topf und Deckel

Vor der Wahl macht es Sinn auf deinen Bettrahmen achten, da es verschiedene Arten der Lattenrostaufnahme gibt.

  • Durchgehende Leisten: Diese Vorkehrung zeichnet sich durch durchgehende Längs- oder Querstreben aus. Bei der Variante mit den Querstreben sind zudem meist noch Winkel verbaut, um zusätzliche Stabilität zu gewährleisten. Die Variante mit Längsstreben ist an sich unkompliziert und eignet für die Aufnahme für alle Lattenrosttypen (Ausnahmen bestätigen die Regel).
  • Winkel: Manche Rahmen besitzen ausschließlich Winkel in den Ecken und den Seiten. Hier können also keine Rollroste verlegt werden, sondern nur Varianten mit Rahmen.

Lattenrost quietscht und knarrt

Wenn dein Lattenrost unangenehme, oder einfach störende Geräusche von sich gibt, musst du dich zu allererst auf die Suche nach der Problemstelle machen. Im Folgenden werden bekannte Szenarien aufgezeigt.

Falls der Lattenrost bei Bewegungen am Bettrahmen reibt, dann kannst du ihn entweder probieren zu fixieren oder die Reibungsstellen zu dämmen. Hierfür bieten sich zum Beispiel klebende Filzunterlagen, die auch bei Stuhlbeinen verwendet werden.

Außerdem kann es sein, dass sich manche Teile über die Jahre etwas lockern. Bloßes Nachziehen der Schrauben kann schon Wunder wirken und das Problem beseitigen.

Wenn die Geräusche von beweglichen metallischen Scharnieren herrühren, dann versuche diese etwas mit Öl zu schmieren. Somit wird die Reibung minimiert und das Quietschen reduziert.

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