Schlafrhythmus – die Macht der Regelmäßigkeit

Tick Tack

Es ist oft davon die Rede, dass der Mensch eine innere Uhr besitzt. Dieses Bild gefällt uns sehr gut. Es umfasst zwei Punkte:

Der Mensch liebt Regelmäßigkeit – wenn alles glatt läuft, ziehen die Zeiger fleißig Ihre Runden.
Das Uhrwerk muss stimmen – wir müssen dafür sorgen, dass die Batterien geladen und die Zeiger richtig gestellt sind.

Wie hilfst du deiner inneren Uhr auf die Sprünge?

Die innere Uhr

In verschiedenen Experimenten wurde belegt, dass wir Menschen tatsächlich eine Art innere Uhr besitzen, die unabhängig von äußeren Faktoren stetig weiter tickt. Weniger optimal ist, dass diese innere Uhr etwas nachgeht und somit nicht perfekt auf den 24h-Rhythmus angepasst ist. Die Differenz kann jedoch durch Reize wie Tageslicht und wiederkehrende Rituale angepasst werden. Dies ist für einen gut geölten Schlafrhythmus wichtig. 

Wir können also versuchen uns auf einen bestimmten Zeitrahmen „einzupendeln“. Wenn du abends gerne das Zeitgefühl beim Fernsehen oder ähnlichem verlierst, kann es dir helfen, einen Wecker für das Zubettgehen zu stellen. Dieser signalisiert, dass du z.B. den Fernseher oder PC ausschaltest, dich bettfertig machst und noch in einem Buch stöberst, bevor du dich dann müde unter die Decke legst.

Natürlich ist es hierbei wichtig, dass du dich nicht unter Druck setzt, da dies das Schlafen erst recht behindert. Das heißt, wenn du nicht müde bist, dann wälze dich nicht stundenlang im Bett. Stehe lieber nochmal auf und starte, wenn du tatsächlich müde wirst, einen „zweiten Anlauf“. Ansonsten entsteht Stress – wir benötigen aber einen entspannten Zustand zum schlafen.

Der fixe Rhythmus

Bestenfalls halten wir uns natürlich an einen fixen Rhythmus. Manchmal ist dies zugegebenermaßen schwierig, da das Wochenende, Ferien oder Urlaub dazwischenfunken können. Wenn du nicht auf nächtliche Wochenend-Aktivitäten verzichten möchtest, oder im Urlaub am liebsten bis Mittag schläfst, wird dies leider Auswirkungen auf die Schlafqualität der folgenden Tage haben.

Eine interessante Info zum Thema: Schlaf kann nicht durch längeres Schlafen nachgeholt werden. Die Länge des Schlafs ist allgemein weniger ausschlaggebend als die Qualität des Schlafs. Diese wird durch die Schlafeffizienz, also wie oft man im Schlaf unterbrochen wird, und das ungestörte Durchlaufen der verschiedenen Schlafphasen bestimmt.

Der fixe Rhythmus hilft uns dabei, den Körper auf die für den Schlaf wichtigen Faktoren im richtigen Maß auszusetzen. Wenn wir regelmäßig aufstehen und zu Bett gehen stellen wir zum Beispiel sicher, dass unser Körper genug Licht während des Tages tankt. Außerdem variiert unsere Körpertemperatur zyklisch. Tagsüber steigt unsere Temperatur, vor und während des Schlafens sinkt diese. Das Sinken der Körpertemperatur ist darauf zurückzuführen, dass der Körper seine Prozesse herunterfährt und in eine regenerative Phase eintritt. Auch hier spielt das Hormon Melatonin eine Rolle, dass durch zu viel Licht am Abend gehemmt wird. Melatonin gibt uns sozusagen den „Startschuss“, um in den Schlaf einzutauchen. Das Reduzieren der körperlichen Prozesse ist für einen erholsamen, gesunden Schlaf wichtig. Wie du schon mitbekommen hast, liebt unser Körper Regelmäßigkeit und das kann auch für den Temperaturhaushalt vorteilhaft sein.

Jetlag - wer hat an der Uhr gedreht?

Wer entkommt nicht gerne den deutschen Minustemperaturen? Da immer mehr Leute die Welt bereisen, wird dieses „Phänomen“ immer bekannter. Dadurch, dass wir mehrere Zeitzonen in einer hohen Geschwindigkeit überqueren können, passt unsere innere Uhrzeit nicht mehr mit der Uhrzeit des Ankunftsorts zusammen. Das kann unangenehme Auswirkungen auf unseren Körper hervorrufen. Du hättest also gerne Tipps zum Verbeugen und Bekämpfen dieses Problems? Dann schau gerne auf der Seite zum Thema Jetlag vorbei.

Die richtige Schlaflänge

Achtung: ein fixer Schlafrhythmus reicht nicht per se, um einen gesunden Schlaf zu erhalten. Der Schlaf selbst muss auch passen. 

Es ist sozusagen nicht ratsam sich an fünf Stunden Schlaf gewöhnen zu wollen, indem man „einfach“ den Schlaf-Wach-Zyklus so legt. Achte darauf, dass du genügend Schlaf bekommst. Wir lassen unserem Körper täglich die Möglichkeit ca. acht Stunden Schlaf zu erhalten. Im Vergleich zu sechs Stunden bedeutet dies, dass du zwar kürzer wach bist, jedoch steigert eine qualitativ hochwertige Nacht auch die Qualität des Tages. Durch eine gesteigerte Effizienz, ein leistungsfähigeres Gehirn und einen gesünderen Körper kannst du letzten Endes mehr erreichen. 

Schlaftrunkenheit

Um diesen Gedanken zu veranschaulichen: wenn du deinem Körper jeden Tag ein paar Stunden Schlaf entziehst, kann dies deinen Körper genauso beeinflussen wie Alkoholkonsum. Schlafentzug vermindert also deine Leistungsfähigkeit. Das kann schnell gefährlich werden, wenn wir zum Beispiel an das Autofahren denken, für welches eine hohe Aufmerksamkeit lebenswichtig ist.

Dein Weg zum richtigen Schlaf-Wach-Rhythmus

Neben einem super Schlafrhythmus gibt es noch weitere Nebenbedingungen, um gut einzuschlafen, fit aufzuwachen und mit „Drive“ den Tag zu beschreiten. Da die Punkte genau genommen ohnehin zusammenhängen, möchten wir auf wie-im-schlaf.de das Thema ganzheitlich betrachten. Auf den Seiten zu den Bereichen EinschlafhilfenWach werden und Müdigkeit bekämpfen findest du noch weitere hilfreiche Infos.

Hinweis

Diese Seite liefert ausschließlich allgemeine Informationen und ist kein Ersatz für einen Arztbesuch. In schwerwiegenden oder belastenden Fällen raten wir dir auf jeden Fall dazu ärztlichen Rat einzuholen, da dir dieser individuell und gegebenenfalls auch medizinisch weiterhelfen kann.

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